Die materielle
Welt ist so starr, die genetische Determination ist einengend, erst recht die
Festlegung durch Sprache und Kultur, durch Verwandtschaft und Nachbarschaft.
Diese Unbeweglichkeit der äußeren Umgebung ist der größte Gegensatz zur
geistigen Welt, in der wörtlich genommen alles sich in – für unsere Begriffe-
Millisekunden ändern kann, sobald der individuelle Geist dies so bestimmt. In
der geistigen Welt ist verwirklicht, wovon Karl Marx sprach, als er die
Bedingungen des Kommunismus beschrieb: Heute kann ich Fischer, morgen Bauer,
übermorgen Künstler sein. Die Berufsbezeichnungen sind natürlich Metaphern für
flexible Lebensbedingungen, wie wir sie hier in der Materie niemals vorfinden
werden.
Trotz dieser
Begrenztheiten, in denen wir individuell gefangen sind, ist nüchtern zu
konstatieren, dass diese materielle Welt und die irdische Geschichte Teile von
Gottes einzigartigem Plan sind und jeder von uns entsprechende Rollen zugeteilt
bekommen hat. Wenn wir murren über unser individuelles Schicksal, verstehen wir
den Plan des Herrn schlecht oder gar nicht und wir werden unser Leben
entsprechend nur schwer ertragen und in einen unheilvollen Fluss der Klage und
der Depression geraten. Versuchen wir
also, unser Leben immer unter dem Aspekt zu sehen, dass wir winzige Teile
(Puzzles) eines gigantischen Plans sind, der in seiner Gesamtheit hin zum Guten
ausläuft, wenn auch in Zeitdimensionen, die wir zunächst nicht begreifen
können!
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