12.Geistige Bruchstücke
Wie man spirituell
wächst und immer weitere geistige Erkenntnisse gewinnt, soll hier kurz
erläutert werden:
Wichtig ist das
Studium der Heiligen Bücher, wozu die Bibel als auch der Koran sowie die
Lehrreden des Buddha gehören sowie alle die Bücher, die Bücher von Sören
Kierkegaard, Rudolf Steiner, Friedrich Nietzsche sowie von anderen Autoren, die
das menschliche Sein reflektieren. Das intensive Studium solcher Schriften ist
geeignet, das geistige Auge zu wecken und Erkenntnisse höherer Welten zu
gewinnen. Wichtig ist allerdings die Intensität des Studiums. Keinesfalls ist
es ratsam, weniger als 8 Stunden täglich dem Schriftstudium zu widmen.
Eine weitere
Methode ist das freie Assoziieren, also das gedankliche Nachvollziehen der
Erkenntnisse, die man beim Schriftstudium gewonnen hat. Wichtig ist hierbei das
halblaute Aussprechen der Gedanken in einem Raum, in dem man alleine ist. Hier
kann dem Lauf der Gedanken Freiheit gewährt werden und dadurch werden diese
Gedanken oft viel klarer. Alle Assoziationen, die ein Text oder auch nur ein
Wort erzeugt haben, können hier ganz frei erwogen und ausgesprochen werden. Das
freie Assoziieren ist quasi ein ins Unreine sprechen von schon gewonnenen
Erkenntnissen. Für den Reifungsprozess ist diese Methode sehr wichtig!
Eine weitere
Methode ist das Sitzen und Warten. Dies ist ein sehr effizientes Verfahren: Es
besteht einfach nur darin, sich auf einen möglichst harten Stuhl zu setzen und
einige Zeit darauf sitzen zu bleiben. Man schließt die Augen und lässt stumm
alle aufkommenden Gedanken vorüberziehen. Den Sinnen sollen bei dieser Methode
keinerlei Anreize geboten werden, alle Geräusch- und Bildreize bleiben
möglichst ausgeschaltet. Es eignet sich für diese Methode ein dunkler Raum, zum
Beispiel ein Kellerraum.
Auch ein anderes
Verfahren öffnet das geistige Auge. Es heißt „bildloses Bedenken einer Person“.
Auch hier nimmt man irgendwo Platz und versucht, sich eine bekannte Person
vorzustellen, ohne ein Bild von ihr aufkommen zu lassen. Man soll sich die
ausgewählte Person als reingeistiges Wesen ohne Körper und ohne Bild
vorstellen! Dies gelingt meist erst nach längerer Übung.
Meditieren über
ein Mantra ist eine gute Methode, um in geistige Welten vorzudringen. Für die
Anhänger der biconischen Glaubensrichtung lautet das Schlüsselmantra: Chewicky
Hoa biconia. Dieses Mantra ist folgenderweise zu meditieren: Zunächst wird es
30mal halblaut immer wieder gesprochen und hernach innerlich gedacht, immer im
Rhythmus des Ein- und Ausatmens (chewicky beim Einatmen, hoa biconia beim
Ausatmen). Diese Übung soll jeden Tag abends und morgens für jeweils etwa 20
Minuten wiederholt werden. Schon nach 6 Wochen stellen sich bei regelmäßiger
Übung tiefe, ruhige und intensive Bewusstseinzustände ein, auch in die Mythen
der biconischen Tradition erhält man Einblicke. Übt dies, um bewusster zu
werden.
Eine exzellente
Methode zum spirituellen Wachstum ist die sensorische Depravation, was eine Art
bewusst herbeigeführte Wüstenerfahrung meint. Hierfür kann man, was vielfach
als eine positive und bereichernde Erfahrung geschildert wird, für 42 Tage in
einer Wüste leben mit möglichst wenig körperlichen Annehmlichkeiten. Wem dies
nicht möglich ist, der kann sich entsprechende Szenarien selbst herstellen,
hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Ihr seht, dass für
die Erweiterung des Bewusstseins viele Anstrengungen erforderlich sind, dass
dies aber durchaus gelingen kann, wenn der entsprechende Wille vorhanden ist.
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